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Affiliate-Kennzeichnung: Technische und redaktionelle Checkliste

Welche Rolle sichtbare Hinweise und rel="sponsored" spielen und wie du Kennzeichnung über viele Inhalte hinweg prüfst.

CommissionGap Redaktion6 Min. Lesezeit

Affiliate-Kennzeichnung hat eine redaktionelle und eine technische Seite. Leser benötigen verständlichen Kontext zur Vergütung, während Suchmaschinen Linkattribute zur Einordnung der Beziehung nutzen. Diese Checkliste ist eine praktische Qualitätskontrolle und keine Rechtsberatung.

Sichtbare Kennzeichnung und Linkattribut trennen

Ein sichtbarer Hinweis erklärt Lesern, dass eine Vergütung möglich ist. Das Linkattribut rel="sponsored" beschreibt die Beziehung im HTML. Ein Attribut ist für normale Leser nicht sichtbar und ersetzt deshalb keinen verständlichen Hinweis. Umgekehrt ersetzt ein Hinweis nicht automatisch die technische Auszeichnung des Links.

Google empfiehlt sponsored für Anzeigen sowie bezahlte oder anderweitig vergütete Links. Bei älteren Implementierungen kann auch nofollow vorkommen; für neue vergütete Links ist sponsored die präzisere Einordnung.

Hinweis dort platzieren, wo er verstanden wird

Eine Kennzeichnung sollte nicht in langen Bedingungen versteckt sein. Leser sollten sie wahrnehmen können, bevor oder wenn sie mit den betreffenden Empfehlungen und Links interagieren. Ein zusätzlicher allgemeiner Hinweis im Footer kann Transparenz ergänzen, ist aber als einzige Erklärung häufig zu weit vom Inhalt entfernt.

Verwende klare Sprache statt interner Begriffe wie Partner-ID oder Trackinglink. Die genaue Formulierung und Platzierung muss zu Zielmarkt, Medium und rechtlicher Situation passen.

Technische Checkliste für Links

Prüfe das tatsächlich ausgelieferte HTML und nicht nur die Ansicht im Editor. Komponenten, Plugins und CMS-Templates können Attribute beim Rendern entfernen oder unterschiedlich setzen.

  • Vergütete Links enthalten rel="sponsored" oder eine fachlich begründete Kombination
  • Mehrere rel-Werte sind durch Leerzeichen getrennt
  • Buttons und Bildlinks werden ebenso geprüft wie Textlinks
  • Weiterleitungen ändern nicht die sichtbare Kennzeichnung auf der Ausgangsseite

Redaktionelle Checkliste pro Seite

Erfasse, ob die Seite Affiliate-Links enthält, ob ein Hinweis vorhanden ist und ob die Empfehlung unabhängig nachvollziehbar bleibt. Veraltete Preis- oder Verfügbarkeitsaussagen sollten separat markiert werden.

Bei mehreren Autoren helfen feste Komponenten und Review-Regeln. Trotzdem sollte jeder veröffentlichte Inhalt kontrolliert werden, weil ein globaler Baustein im Einzelfall fehlen oder an der falschen Stelle erscheinen kann.

Regelmäßig erneut prüfen

Neue Links, Template-Änderungen und Content-Migrationen können eine zuvor korrekte Kennzeichnung verändern. Nimm die Prüfung deshalb in wiederkehrende Affiliate- und Content-Audits auf und dokumentiere Ausnahmen.

Lass die konkrete rechtliche Umsetzung für deine Länder und Geschäftsmodelle professionell prüfen. Technische Tools können Signale erkennen, aber keine verbindliche Rechtsbewertung liefern.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktioneller Hinweis: Unsere Artikel werden anhand der verlinkten Primärquellen erstellt und mit einem Veröffentlichungs- und Aktualisierungsdatum versehen. Sie dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.

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